Südböhmen - Tschechische Republik

Besitzgeschichte

Aufgrund der kaiserlichen Bewilligung für die Errichtung von zwei Fideikommiss-Stiftungen im Testament des Ferdinand Fürsten zu Schwarzenberg vom 20. Oktober 1703 kam es 1802 zur Teilung des Gesamtbesitzes in zwei Linien. Durch Feldmarschall Karl I. Philipp Fürst zu Schwarzenberg wurde die „Worliker Linie“ (Sekundogenitur) gegründet. Die „Frauenberger Linie“ (Primogenitur) wurde von Joseph Fürst zu Schwarzenberg, dem älteren Bruder des Feldmarschalls, geführt.

Fürst Karl I. Philipp kaufte im Jahr 1804 noch den Hof Zalužany, im Jahr 1805 Zbenice und Zlákovice, 1816 Bukovany und Reč, 1819 das Gut Sedlec mit den Höfen Krchleby, Hraběšin, Nová Lhota, Olšany, Souňov, Třebonín, Habrkovice und Horušovice. Fürst Karl II. erhielt durch seine Heirat mit Josephine Gräfin Wratislaw die Güter Čimelice, Tochovice und Osov. Im Jahr 1847 kaufte er die Kommende Varvažov. Schließlich erfolgte noch 1868 der Ankauf des Hofes Starosedlsky Hrádek.

Die Bodenreform nach dem Ersten Weltkrieg verminderte den Besitz von rund 27.000 ha auf rund 11.500 ha, und das Gesetz vom 11. Juli 1947 über die Revision der Bodenreform führte schließlich zur Enteignung des restlichen Besitzes – Dr. Karl VI. Fürst zu Schwarzenberg floh mit seiner Familie nach Österreich.

Die veränderten politischen Verhältnisse ab 1989 in der Tschechoslowakei ermöglichten eine Besitzrückgabe. Aufgrund des Restitutionsgesetzes vom 24. Mai 1991 und zweier Novellen 1992 erfolgte die Rückgabe der beiden Schlösser Orlík und Čimelice und ab dem Jahr 1994 auch die Restitution von rund 12.000 ha Grundbesitz an S. D. Karl Johannes Fürst zu Schwarzenberg.

Mit Beginn des Jahres 2023 wurde der tschechische Besitz von Fürst Karl von Schwarzenberg und Fürst Johannes Andreas von Schwarzenberg in die Fürstlich Schwarzenberg´sche Familienstiftung eingebracht.

 

 

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